Wir werben nicht mit Selbstverständlichkeiten, vom 22.06.2021

Bei den Werbeanzeigen unserer Kolleg*innen fällt uns immer wieder auf, dass diese mit Leistungen werben, die absolute Selbstverständlichkeiten darstellen. So zum Beispiel die Schlagzeile „unsere Leistungen sind für den Verkäufer kostenlos“ mit anschließender Auflistung aller Leistungen bis zum Notarvertrag. Oder auch "wir ermitteln kostenlos den Wert Ihrer Immobilie".
Die Provision eines jeden Immobilienmaklers wird grundsätzlich erst fällig mit rechtskräftigem Abschluss des Notarvertrages und beinhaltet dann alle bis dahin erfolgten Leistungen. Bei ausbleibendem Erfolg ist also auch keine Provision zu zahlen, so sieht es das Gesetz vor.
Zudem trat am 23. Dezember 2020 ein neues Gesetz in Kraft, welches die Aufteilung der Maklerprovision bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser regelt. Seitdem gilt, dass die Auftraggeber des Maklers (i. d. R. der Verkäufer) mindestens die Provision in gleicher Höhe zu tragen haben, wie die Käufer.
Es sind also auch bei uns alle Leistungen erst einmal "kostenlos". Weil das aber nicht uns als Unternehmen auszeichnet, sondern gesetzlich so geregelt ist, möchten wir damit nicht werben. Wir sehen es als Selbstverständlichkeit!

NEU! für unsere Auftraggeber.

Die Wohnmarktanalyse liefert Ihnen einen Überblick über das Vermarktungsumfeld Ihrer Immobilie und bietet Ihnen eine solide Basis zur Bestimmung eines realistischen Verkaufspreises.

Wir sind nicht nur Hausverkäufer, wir sind Immobilien-Makler seit 1976. Unsere Kenntnis des Immobilienmarktes und unsere fundierten Fachkenntnisse sowie jahrzehntelange Verbindungen und Beziehungen in der Immobilien- und Finanzbranche sind das Geheimnis unseres Erfolges, auch oder gerade in schwierigen Fällen.

 

Mit frischem Wind in die Zukunft

Bienenbüttel, Januar 2021 - Ab heute bekommen wir ganz offiziell Verstärkung! Tiara Bast ist nun  geprüfte Immobilienmaklerin und  für uns tätig.

Nach ihrer Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer hat sie überwiegend im Vertriebs- und Personalbereich bei Personalvermittlungsgesellschaften und bei einer regionalen Tageszeitung gearbeitet.

Das Maklergeschäft hat sie schon früh im großelterlichen Betrieb  kennengelernt und so war der Wunsch, in diesem Bereich zu arbeiten, schon immer da. Und nun freuen wir uns auf eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft.

 

 

 

Natürlich sind wir Mitglied im IVD und informieren hiermit unsere Kunden gerne auch über die Auswirkungen der Vorschriften des Gesetzgebers.

"Was Käufer und Verkäufer über die Neuregelung der Maklerprovision wissen müssen"

  • In den meisten Fällen werden sich Verkäufer und Käufer Provision paritätisch teilen
  • Maklerprovision muss weiterhin nur gezahlt werden, wenn es zum Kaufvertrag kommt

Bienenbüttel, im Dezember 2020 – Am 23. Dezember 2020 trat die gesetzliche Neuregelung über die Verteilung der Maklerkosten in Kraft. Wir informieren hier über die wichtigsten Eckpunkte des Gesetzes, dessen Kern darin liegt, dass die Käufer- und Verkäuferprovision wechselseitig begrenzt sind. Beim Immobilienkauf und -verkauf gibt es künftig drei verschiedene Modelle, nach denen die Provision geregelt werden kann:

Der Verkäufer schließt mit dem Makler einen Maklervertrag. Darin legen sie auch die Höhe der zu zahlenden Provision fest, wenn das Einfamilienhaus oder die Eigentumswohnung verkauft wird. Auch mit den potenziellen Käufern wird ein Maklervertrag geschlossen. Der Kern liegt hierbei darin, dass mit den Käufern keine andere Höhe der Provision vereinbart werden kann als mit dem Verkäufer. Die Provisionshöhen müssen identisch sein.

Eine weitere Möglichkeit beinhaltet, dass nur mit dem Verkäufer ein Maklervertrag geschlossen wird, der Makler somit alleiniger Interessenvertreter des Verkäufers ist. Da aber auch der Käufer einen Vorteil von der Vermittlungsleistung des Maklers hat, kann sich dieser verpflichten, einen Teil der Provision zu übernehmen. Die Höhe des Anteils ist gesetzlich auf maximal 50 Prozent begrenzt.  Der Käufer muss dies nur übernehmen, wenn er sich hierzu bereit erklärt hat und der Verkäufer oder Makler nachgewiesen hat, dass der Verkäuferanteil gezahlt wurde.

Letztlich besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Verkäufer die Provision alleine zahlt, ohne dass es zu einer Beteiligung durch den Käufer kommt, was das dritte Modell darstellt. Auch in diesem Fall ist der Makler einseitiger Interessensvertreter des Verkäufers.

„Welches Modell das Beste ist, muss im Einzelfall entschieden werden. Es ist aber anzunehmen, dass die Doppeltätigkeit mit der paritätischen Teilung am häufigsten gewählt wird, da sie sich in den meisten Bundesländern bereits seit Jahrzehnten bewährt hat, weil sie am fairsten ist. Schließlich profitieren Käufer und Verkäufer gleichermaßen von den professionellen Leistungen, die der Makler anbietet“.

Dem Gesetzgeber ging es bei der Regelung darum, insbesondere Käufer von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern zu entlasten, sofern es sich bei ihnen um Verbraucher handelt. Aus diesem Grund gilt die Regelung nicht bei Mehrfamilienhäusern, wozu auch Zweifamilienhäuser zählen. Gewerbeimmobilien oder unbebaute Grundstücke sind ebenfalls ausgenommen. Bei diesen Objekten kann sich auch weiterhin der Käufer verpflichten, die Provision alleine oder überwiegend zu übernehmen.

Die Politik sollte es jedoch nicht versäumen, weitere Hürden für den Eigentumserwerb abzubauen: „Für Käufer ist es zweifellos eine Entlastung, wenn sie nun keinesfalls die gesamten Maklerkosten allein tragen müssen. Allerdings würden andere Maßnahmen, etwa die Entfristung des erfolgreichen Baukindergelds, einen deutlich größeren Beitrag zur Eigentumsförderung in Deutschland leisten. Die größte Hürde beim Erwerb von Wohneigentum ist die Grunderwerbsteuer, die gesenkt werden oder für Erstkäufer am besten ganz abgeschafft werden sollte.“